Besuch der Grünen bei der Weilburger Tafel

Der Grüne Bundestagsabgeordnete dieses Kreises, Wolfgang Strengmann-Kuhn, besuchte auf seiner Sommertour die Weilburger Tafel zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden im Kreis Sabine Häuser-Eltgen und dem Fraktionsvorsitzenden in Weilburg Heinz Jürgen Deuster. Vorsitzender Leonard Wieczorek ( www.weilburger-Tafel.de) berichtete von den Aktivitäten des größten Vereins in Weilburg. Gegenwärtig 75 Ehrenamtliche arbeiten sehr engagiert für mehr als 700 Kunden. Der Vorsitzende berichtete über die Schwierigkeiten, mit denen er zu kämpfen hat, denn einerseits ist die Arbeit des Vereins großartig ( alle arbeiten ohne Geld oder Aufwandsentschädigungen) zugunsten benachteiligter Menschen, andererseits ist es schlimm, dass in einem reichen Land wie Deutschland so ein Verein existieren muss. Man muss aufpassen, dass sich nicht amerikanische Tendenzen verstärken, soziales Engagement von den Pflichten der Politik zu verlagern in ehrenamtliches Engagement. Wolfgang Strengmann- Kuhn hat einen Schwerpunkt im Bereich Soziales /Armut, daher war er am Projekt in Weilburg sehr interessiert. Leider hat die Presse sich geweigert, einen Bericht darüber in der Zeitung zu bringen. Vielleicht hätten wir eine Sitzblockade auf der Frankfurter Str. machen müssen, um mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. Wir heißt in diesem Fall, die Tafel, ihre Arbeit und ihre Menschen sollten im Fokus stehen, denn die Tafel benötigt weiterhin viele Helfer zum Holen der Lebensmittel oder dem Verteilen der 14 tägig ausgegebenen Nahrungsmittel. Wer den tags zuvor veröffentlichten Bericht über die wachsende Kinderarmut gelesen hat, muss zu dem Schluss kommen, dass die Situation nicht besser wird, sondern sich verschärft. In meinen Augen ist die PolitikAusrichtung eine falsche: freie Waren durch Europa, null Steuern für Konzerne, geringe Energiekosten für stromfressende Betriebe, Handelsbeziehungen, die nur der Industrielobby dient, noch mehr Gewinne zu machen, Verzicht auf eine Reichensteuer, viele Steuervergünstigungen für Besserverdienende. Jemand, der von Hartz IV lebt, hat nichts von Steuererhöhungen. Das ist Politik an Menschen vorbei, oder besser Politik für die Zweidrittelgesellschaft, ein Drittel hat keine Lobby mehr, die kann man kurz halten, die gehen ja auch nicht wählen. Ja,ja ich höre sie schon,meine Rufer: Naives Gutmensch- Denken. Nein, sage ich, wenn Waren wichtiger als Menschen werden, dann ist eine Politik nicht sozial und damit gerecht. Je ungerechter eine Gesellschaft zwischen den verschiedenen Gruppen aufgeteilt ist, desto mehr Unfrieden entsteht. Das sehen wir ja jetzt, warum gehen viele frustriert zur AFD, die keine Lösungen, sondern nur Parolen anbietet: Hauptsache gegen das bestehende Establischment, Trump lässt grüßen.

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